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Vergleich Sole-/Luft-WP

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe hat im allgemeinen den Vorteil der höheren Wärmequellentemperatur und den Nachteil der etwas höheren Kosten.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe hat den Vorteil der niedrigeren Kosten und den Nachteil der niedrigeren Wärmequellentemperatur während der eigentlichen Heizsaison.

Im Allgemeinen wird behauptet, daß die Luft-Wasser-Wärmepumpe während der sogenannten Übergangsjahreszeit eine bessere Energieausbeute liefert.
Dies soll hiermit größtenteils widerlegt werden.

Das Haus besteht im Außenwandbereich aus Ytong-Mauerwerk von 30 cm Stärke. Dies bedeutet einen U-Wert der Außenwand von 0.27 W/m2K.

Datenblatt YTONG Planblock W [143 KB]

Das Haus ist somit ausreichend wärmeisoliert, um die Heizgrenze auf eine Außentemperatur von 8°C einzustellen, das heißt die Heizungsanlage schaltet sich überhaupt erst ab einer Außentemperatur von unter 8°C ein. Bei dieser Temperatur wäre die Quellentemperatur der Luftwärmepumpe schon bei 8°C. Die sogenannte Übergangsperiode mit Außentemperaturen zwischen 5°C und 20°C existiert also bei nach ENEV errichteten Neubauten nur bedingt bzw. nicht! Durch die innovative Heizungssteuerung und die damit verbundene Datenaufzeichnung läßt sich dies sehr gut belegen.

16.03.2007, Solarertrag 57.2 kWh

Außentemperatur zwischen 0 und 10C

Beispiel: "Übergangs"-Tag mit Solarertrag

In den Nacht- und Morgenstunden heizt die Wärmepumpe mit einer Soletemperatur von ca. 8°C. Die Außentemperatur ist ca. 0-5°C Aufgrund der vorrangigen Heizung während der Nachtstunden schaltet sich am Vormittag die Wärmepumpe ab. Die Solaranlage deckt den Wärmebedarf und speichert Energie in den Betonkernspeicher ein. In den Abendstunden wird die Energie dem Betonkernspeicher entnommen, die Wärmepumpe erzeugt nur Warmwasser.

18.03.2007, Solarertrag 0.3 kWh

Außentemperatur zwischen 8 und 12C

Beispiel: "Übergangs"-Tag ohne Solarertrag

In den Nacht- und Morgenstunden heizt die Wärmepumpe mit einer Soletemperatur von ca. 8-10°C. Die Außentemperatur ist ca. 7-10°C. Während der Nachtstunden liegt die Soletemperatur nur unwesentlich über der Außenlufttemperatur. Die Wärmepumpe lädt mehrmals den Warmwasserteil des Puffers. Die Solaranlage hat keinen Ertrag. Während diese Zeit fällt die Soletemperatur kurzzeitig minimal unter die Außentemperatur. In den Abendstunden fällt die Außentemperatur wieder unter die Soletemperatur.

26.01.2007, Solarertrag 18.0 kWh

Außentemperatur unter 0 bis -10C

Beispiel: kühler Tag mit Solarertrag

In den Nacht- und Morgenstunden heizt die Wärmepumpe mit einer Soletemperatur von ca. 7°C. Die Außentemperatur ist unter -5°C, bis fast -10°C. Die Solaranlage erzeugt ab späten Vormittag höhere Temperaturen, deckt den Wärmebedarf und speichert Energie in den Betonkernspeicher ein. In den Abendstunden ist die Aufzeichnung unterbrochen, da der Datenlogger andersweitig benötigt wurde.

Fazit:

Die Soletemperatur ist nahezu während der gesamten Heizsaison höher als die Außentemperatur. Lediglich im Sommer, wenn die Wärmepumpe nur Warmwasser bereitet, liegt die Außentemperatur höher als die Soletemperatur.
Dieser Effekt wird jedoch durch die Solaranlage minimiert. Am vorliegenden Beispiel kann die angeblich bessere Leistungszahl der Luft-Wasser-Wärmepumpe gegenüber der Sole-Wasser-Wärmepumpe an "warmen" Tagen während der sog. "Übergangszeit" widerlegt werden.